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Endstation Malta
Die maltesischen Inseln gehören zu den wichtigsten Rastplätzen der europäischen Zugvögel. Fischadler, Wespenbussarde und Reiher rasten hier beim langen Flug über das Mittelmeer ebenso wie Grasmücken, Drosseln, Laubsänger und zahlreiche Finken. Vor allem bei schlechtem Wetter sind die Inseln die einzige Möglichkeit für ungezählte Zugvögel, auf ihrem langen Flug zwischen Südeuropa und Nordafrika Zuflucht zu suchen. Doch was die Natur einst als sichere Oase gedacht hatte, ist inzwischen zu einer tödlichen Falle geworden.
Bereits beim Anflug auf die Inseln werden die Zugvogelschwärme unter Beschuß genommen. Das maltesische Jagdgesetz erlaubt bis heute den Abschuß Enten, Sägern und Gänsen (siehe "jagdbare Vogelarten auf Malta") aus Schnellbooten vom offenen Meer aus zu bejagen. In Panik drehen die Vogelschwärme um, doch ihr natürlicher Instinkt zwingt sie, die Inseln wieder anzusteuern. Die, der Jagd vor der Küste entkommen, fallen um so sicherer den 13.000 Jägern und Vogelfängern zum Opfer, die auf der Insel auf sie warten. Die Küstenklippen sind mit Tarnhütten, Ansitzen und Hochständen für die Jagd geradezu gepflastert, dahinter wartet ein Riegel aus Tausenden Netzen zum Fang von sieben Finkenarten. Nach Ansicht des Komitees gegen den Vogelmord steht die massive Wilderei und die Vogeljagd im Mittelmerraum in direktem Zusammenhang mit dem seit Jahren zu beobachtenden Rückgang zahlreicher bedrohter Zugvögel wie z.B. von Wespenbussarden, Pirolen, Bienenfressern, Turteltauben oder Feldlerchen.
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Für die Texte & Bilder ist der Verein "Komitee gegen den Vogelmord e.V." verantwortlich.
Quelle & Copyright: komitee.de








